Information gegen das Wegwerfen ist Teil der Kampagnen der Vereine DUH und foodsharing e.V. (Foto: Helen Eckstein, foodsharing)
Information gegen das Wegwerfen ist Teil der Kampagnen der Vereine DUH und foodsharing e.V. (Foto: Helen Eckstein, foodsharing)

foodsharing und DUH: Appell gegen Verschwendung

Berlin/OWL. Pro Jahr entstehen in Deutschland etwa 18 Millionen Tonnen Lebensmittelabfall. Das entspricht 571 kg Lebensmitteln, die in jeder Sekunde entsorgt werden. Diese Verschwendung sei ein Skandal mit gravierenden Auswirkungen auf das Klima, die Umwelt und den Menschen. Darauf machen die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und foodsharing mit einer „Mauer der Ignoranz“ aus geretteten Lebensmitteln in Berlin aufmerksam. Gemeinsam fordern die beiden Vereine von der geschäftsführenden und zukünftigen Bundesregierung, die Halbierung des Lebensmittelabfalls bis 2030 gesetzlich zu regeln und eine Strategie festzulegen, dieses Ziel zu erreichen. Neben einem gesetzlichen Wegwerfstopp für genießbare und unverkaufte Lebensmittel im Handel sei auch eine verbindliche Dokumentationspflicht von Lebensmittelverlusten entlang der Wertschöpfungskette und die Festlegung branchenspezifischer Zielmarken notwendig. Weiterlesen →

Im Dialog über Klimaschutz in Lippe: Birgit Essling, Dr. Ute Röder, Bernadette Sinning, Lebensmittelüberwachung beim Kreis Lippe, Andrea Hegerbekermeier, Geschäftsführerin Kreishandwerkerschaft, sowie Olrik Meyer, Laura Schuster und Andreas Geisler mit einem Model des Bielefeld-Bechers (Foto: Kreis Lippe)
Im Dialog über Klimaschutz in Lippe: Birgit Essling, Dr. Ute Röder, Bernadette Sinning, Lebensmittelüberwachung beim Kreis Lippe, Andrea Hegerbekermeier, Geschäftsführerin Kreishandwerkerschaft, sowie Olrik Meyer, Laura Schuster und Andreas Geisler mit einem Model des Bielefeld-Bechers (Foto: Kreis Lippe)

Mehrwegbecher für Klimaschutz „to go“

Der Kaffee zum Mitnehmen ist beliebt – so beliebt, dass die Deutschen laut Studie stündlich 320.000 Becher verbrauchen. Die Folgen des Konsums sind auch in Lippe spürbar: Mehr Abfall entsteht und die Umwelt wird belastet. Daher sucht der Kreis im Zuge des Masterplans „100% Klimaschutz“ eine Alternative zum Wegwerfbecher. Bei einem ersten Netzwerktreffen hat die Kreisverwaltung mit regionalen Bäckereien sowie kommunalen Vertretern jetzt mögliche Ansätze besprochen. Weiterlesen →

Frohe Weihnachten? Ja bitte - aber nachhaltig! (Foto: Daria Yakovleva/pixabay)
Frohe Weihnachten? Ja bitte - aber nachhaltig! (Foto: Daria Yakovleva/pixabay)

Frohe Weihnachten – auch für die Umwelt?

Spätestens, wenn zum ersten Mal „Last Christmas“ im Radio läuft, weiß jeder: Bald ist Weihnachten! Die einen trifft es siedend heiß („Verdammt, ich habe noch keine Geschenke!“), die anderen kaufen schon seit September Spekulatius und Zimtsterne und freuen sich auf das „Fest der Familienfeste“. Bei einigen mag das Weihnachtsmenü schon feststehen, andere halten schon fleißig nach Weihnachtsdekoration Ausschau. Glitzer, Genuss und Kerzenschein – doch wie überall gibt es hier eine andere, dunkle Seite der Medaille. Weihnachten, wenn es überall in den Industrieländern, in vollem Umfang und auf traditionelle Art gefeiert wird, stellt alle Jahre wieder eine enorme Umweltbelastung dar. Zeit für ein wenig Statistik an dieser Stelle. Weiterlesen →

Der Schienenersatzverkehr soll während der langen Bauphase in Bielefeld den Bahnhof Oerlinghausen nicht anfahren. - Foto: Frank Möller

PRO BAHN: Zwei Züge pro Stunde sind unumgänglich

Kreis Lippe/ Oerlinghausen. Die geplanten Bauarbeiten an der Bahnhauptstrecke von Hamm nach Hannover bereiten dem Hauptbahnhof Bielefeld reichlich Probleme. Wenn die Arbeiten im Sommer 2018  an der Bahnbrücke Schildescher Straße in Bielefeld beginnen, müssen die Züge nach Lippe eine Schleife über das Gleis zwei der ICE-Linie fahren, um dann wieder auf die Gleisverbindung nach Lippe zu kommen.

Da der überregionale Zugverkehr Vorfahrt hat, sind die Gleise belegt, d.h von und nach Lippe kann nur ein Zug pro Stunde den Bielefelder Hauptbahnhof anfahren. Das sind zur Zeit die Planungen von DB-Netz. Der Verkehrsverbund (VVOWL) plant deshalb für den ausgefallen Zug einen Ersatzbus, der aber auch die B66 wegen der Großbaustelle meiden soll und über Oerlinghausen Stadt nach Bielefeld-Sieker zur Straßenbahnline 2 fährt. Im Klartext bedeutet das, der Bahnhof Oerlinghausen wir mit diesem Bus nicht bedient.

„Diese Idee ergibt wegen der überlangen Fahrzeit keinen Sinn“, erklärt Willi Wächter vom Fahrgastverband PRO BAHN. „Interessanter ist es den Zug bis Bielefeld-Ost fahren zulassen. Dort gibt es ausreichend Rangiergleise, diese Variante ist preiswerter und es besteht die Möglichkeit, dort einen Bus zum Hauptbahnhof einzusetzen oder Fahrgäste benutzen denLinienbus an der Bleichstraße, der im 10-Minuten Takt in die Bielefelder Innenstadt fährt“, führt Wächter weiter aus.

Der Ostbahnhof ist zwar wegen der niedrigen Bahnsteighöhe nicht optimal, er wird jedoch werktags von immerhin von  38 Zügen bedient und ist wegen der naheliegenden Schulen stark frequentiert. Da der Umbau der Bahnsteighöhe kein riesiges Projekt darstellt, könnte die Bahn bis zum Sommer 2018 sogar noch Veränderungen vornehmen. „Fahrgäste auf der Lipper Strecke haben ohnehin viel Geduld zu ertragen, der geplante Ersatzbus mit langer Fahrzeit stellt deshalb überhaupt keine Alternative, dar, er gleicht einer Touristiklinie“, sagt der PRO BAHN-Sprecher Willi Wächter.

v.l.n.r.: Jörg Thelaner (Polizei Lippe), Michael Forst (Stadt Detmold), Andreas Menke (Stadt Detmold), Christiane Raabe, Wolfram Mischer (Bezirksregierung Detmold), Michael Otte (Bezirksregierung Detmold), Jürgen Deppemeier (Radverkehrsbeauftragter des Kreises Lippe), Axel Friedrich (Stadt Detmold) und Andreas Raabe (Stadt Detmold) - Text und Fotos: Stadt Detmold

Detmold: Vorfahrt für Radfahrende am Birkendamm

Die Stadt Detmold hat im Zuge des Ausbaus der sogenannten Veloroute West einen wichtigen Meilenstein fertiggestellt: An der Querung des Birkendamms über die Waldheidestraße haben Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Fußgängerinnen und Fußgänger nun Vorfahrt gegenüber Autos. Die Querung wurde komplett umgebaut und entsprechend den neuesten Empfehlungen für Radverkehrsanlagen gestaltet. Ein Zebrastreifen und auch die Vorfahrt für Radfahrende geben dem Birkendamm eine neue Qualität und fördern die Nutzung des nicht-motorisierten Verkehrs. Weiterlesen →

Auszeichnung mit dem Deutschen Umweltpreis der DBU (v.l.): Johannes und Bernhard Oswald, stellvertretender DBU-Generalsekretär Prof. Dr. Werner Wahmhoff, Inge Sielmann, DBU-Kuratoriumsvorsitzende Rita Schwarzelühr-Sutter, Dr. Kai Frobel, Prof. Dr. Hubert Weiger (Foto: P. Himler/BDU)
Auszeichnung mit dem Deutschen Umweltpreis der DBU (v.l.): Johannes und Bernhard Oswald, stellvertretender DBU-Generalsekretär Prof. Dr. Werner Wahmhoff, Inge Sielmann, DBU-Kuratoriumsvorsitzende Rita Schwarzelühr-Sutter, Dr. Kai Frobel, Prof. Dr. Hubert Weiger (Foto: P. Himler/BDU)

Deutscher Umweltpreis für Unternehmer und Naturschützer

Braunschweig. Der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist zum 25. Mal vergeben. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die DBU-Kuratoriumsvorsitzende und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, überreichten heute in Braunschweig den Unternehmern Bernhard (87) und Johannes Oswald (57, Miltenberg) sowie den Naturschützern Inge Sielmann (87, München), Dr. Kai Frobel (58, Nürnberg) und Prof. Dr. Hubert Weiger (70, Fürth) den mit 500.000 Euro größten, unabhängigen Umweltpreis Europas. Die DBU betont damit die hohe Bedeutung des Klima- und Naturschutzes sowie einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensführung für ein zukunftsfähiges Leben, das die ökologischen Belastungsgrenzen der Erde nicht überstrapaziert. Oswalds erhalten 245.000 Euro wie auch Sielmann, Frobel und Weiger zusammen. Der mit 10.000 Euro dotierte DBU-Ehrenpreis ging posthum an den Ex-Außenminister der Marshall-Inseln, Tony de Brum. Weiterlesen →

Stadtradeln 2017 - auf die Räder, fertig los! (Foto: strecosa/Pixabay)
Stadtradeln 2017 - auf die Räder, fertig los! (Foto: strecosa/Pixabay)

Kreis Lippe hat beim Stadtradeln die Nase vorn

Die bundesweite Aktion Stadtradeln 2017 des Klimabündnisses wurde Anfang Oktober abgeschlossen. Nun liegen die Ergebnisse vor: Insgesamt haben 620 Kreise und Kommunen mit über 222.000 aktiven Radlern teilgenommen und sind knapp 42 Millionen Kilometer geradelt. Das entspricht einer Einsparung von knapp 6000 Tonnen CO2. Mit seinen 585.000 zurückgelegten Kilometern konnte der Kreis Lippe den 16. Platz belegen. Im Vergleich zu den Vorjahren konnte das Gesamtergebnis nicht nur deutschlandweit, sondern auch im Kreis Lippe gesteigert werden. Erstmalig haben sich unter der Federführung des Kreises alle 16 lippischen Kommunen beteiligt. Mit der bundesweiten Platzierung zeigt sich der Radverkehrsbeauftragte Jürgen Deppemeier sehr zufrieden: „Im bundesweiten Ranking finden sich vor uns sieben Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnern. Mit 7000 Kilometern mehr wären wir sogar an der Bundeshauptstadt Berlin vorbeigezogen.“

Stadtradeln auch im nächsten  Jahr

Auch im kommenden Jahr wird sich der Kreis Lippe wieder an der Aktion beteiligen, die einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet und wichtige Impulse für die Radverkehrsförderung gibt. Momentan läuft hierzu die Abstimmung mit den Kommunen. „Einen Aktionszeitraum haben wir schon gefunden. Zwischen dem 27. Mai und 16. Juni 2018 werden die lippischen Bürger wieder dazu aufgerufen, möglichst viele Kilometer zu radeln“, erklärt die Mobilitätsbeauftragte des Kreises Emna Moumeni. In dem Zeitraum werden Touren angeboten, an denen sich jeder beteiligen kann. Die Infos hierüber und zu weiteren Programmpunkten werden im Frühjahr in einer Broschüre veröffentlicht. Weitere Informationen sind im Internet unter www.stadtradeln.de und www.klimapakt-lippe.de erhältlich.

Stolz auf jahrelange Zusammenarbeit: Die Leiter der Adlerwarte Berlebeck und des Parque Cóndor (Foto: Stadt Detmold)
Stolz auf jahrelange Zusammenarbeit: Die Leiter der Adlerwarte Berlebeck und des Parque Cóndor (Foto: Stadt Detmold)

Adlerwarte Berlebeck empfängt Besuch aus Ecuador

Detmold. Bereits seit 15 Jahren sind die Adlerwarte Berlebeck und der Parque Cóndor in Ecuador eng miteinander verbunden und bekamen sogar eine Auszeichnung für ihre Zusammenarbeit. Nun durfte Klaus Hansen von der Berlebecker Adlerwarte erneut den Leiter des Parks in Ecuador, Joep Hendriks, begrüßen. Vor knapp 20 Jahren hat Hendriks Kontakt zu erfahrenen Adlerwarten gesucht, um einen entsprechenden Park auch in Ecuador aufzubauen. Mit der wertvollen Hilfe von Hansen, dem Parkleiter in Berlebeck, konnte so ein Plan entwickelt werden, der den europäischen Standards entsprach. Entsprechend gewürdigt wurde die Arbeit im Rahmen des Projektes „Global vernetzt – lokal aktiv“. „Unser Projekt setzte sich gegenüber 72 weiteren Projekten durch und wurde 2002 in Berlin durch die damalige Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ausgezeichnet“, erklärt Hansen. Weiterlesen →

Viele, früher zahlreich vorhandene, Schmetterlingsarten gelten bereits als ausgestorben. Foto: Frank Möller

Insektensterben in Detmold?

Eine subjektive Betrachtung

Seit drei Jahren lebe ich in Detmold. Als ich hierher zog war mein größter Wunsch möglichst naturnah zu wohnen. Bäume wollte ich sehen, nachdem ich dem Berliner Steindschungel entkommen war, und Ruhe von Verkehrslärm wollte ich auch. Beides habe ich gefunden. Weiterlesen →

Gemüse abzugeben? Beim Foodsharing profitieren auch andere davon (Foto: JerzyGorecki/pixabay)
Gemüse abzugeben? Beim Foodsharing profitieren auch andere davon (Foto: JerzyGorecki/pixabay)

Foodsharing – eine „zweite Chance“ für Lebensmittel

Obst, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch – gerade „leicht verderbliche“ Lebensmittel landen im Mülleimer, wenn sie einfach „zu viel“ eingekauft wurden. Denn einmal im heimischen Kühlschrank angelangt, läuft für diese Produkte die Zeit ab. Doch nicht nur diese Nahrungsmittel werden häufig zu Unrecht weggeworfen, insgesamt, so besagt es eine ältere Studie der Universität Stuttgart, betrug die Menge entsorgter Lebensmittel bereits 2012 fast elf Tonnen im Jahr, wovon der Löwenanteil von 6,67 Tonnen (61 Prozent) auf private Haushalte und somit auf den Endverbraucher verfiel, der Rest auf Großverbraucher, Handel und Industrie. Die Studie teilt Lebensmittelabfälle in drei Kategorien ein – „vermeidbar“, „teilweise vermeidbar“ und „nicht vermeidbar“. Gerade das große Aufkommen „vermeidbarer“ Abfälle (und eine damit einhergehende Verschwendung im großen Stil) kann man einerseits auf Nachlässigkeit und eine falsche Einschätzung des eigenen Bedarfs zurückführen. Andererseits sind vielen Bürgerinnen und Bürgern möglicherweise auch die Alternativen zum Wegwerfen überflüssiger Lebensmittel wie die regionalen Zweigstellen der „Tafel“ oder auch Foodsharing nicht bekannt. Weiterlesen →